#we make industry 4.0 happen

Der digitale Wandel verändert unsere Welt. Langfristig werden nur diejenigen erfolgreich sein, die diesen Wandel offen, aktiv und mutig gestalten. Genau das tut BENTELER.

Wir nutzen neue Möglichkeiten der Digitalisierung und setzen verstärkt auf IoT-Lösungen, um die Produktion schrittweise zu transformieren. Mit unserem Fokus auf Industrie 4.0 und Big-Data-Anwendungen erhöhen wir unsere Zuverlässigkeit, Effizienz und auch Nachhaltigkeit. Davon profitieren wir alle – unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden und die Natur.

Die Maschinenflüsterer am Wort

Was bringen Big Data eigentlich? Wie kann man davon profitieren?

Das wissen unsere Industrie 4.0-Experten Cordt Erfling, Michael Lindenblatt und Madlen Büker. Im Interview erzählen sie, wie wir bei BENTELER Big Data einsetzen – und wir alle davon profitieren. Unsere Kunden, unsere Mitarbeiter, die Gesellschaft.

Lesen Sie hier das gesamte Interview

Von Rohdaten zu einer besseren Umwelt

Wir nutzen Big Data weltweit auf unterschiedlichste Art. In Spanien beispielsweise erhöht BENTELER Automotive damit die Prozess- und Produktqualität für unsere Kunden und schont die Umwelt.

 

Qualität

Bei der kathodischen Tauchlackierung bewirkt elektrischer Strom, dass Farbe an der Oberfläche eines Produkts haftet. In unserem Werk in Burgos helfen uns Big Data dabei, zu erkennen, wenn die Stromstärke außerhalb der Toleranz liegt. Dadurch können wir einen gleichmäßigen Farbauftrag gewährleisten.

 

Nachhaltigkeit

Bei Öfen für die Warmumformung bedeuten schon kleine Lecks in der Isolierung einen höheren Energieverbrauch. In Burgos nutzen wir Big Data, um zu beurteilen, ob der Ofen intakt ist. Dadurch reduzieren wir unnötige Energieverluste,  schonen Ressourcen und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz.

 

Aus den Augen, aber nicht aus dem Sinn!

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Dank Industrie 4.0 lösen wir Probleme, bevor sie entstehen. In unserem Werk in Paderborn steht ein Schrottband im Keller, das keiner im Blick hat. Aber wehe, es läuft nicht rund. Früher haben wir das erst bemerkt, wenn die Maschine so laut wurde, dass man das auch im Erdgeschoss hören konnte. Heute registriert das System sofort, wenn der Motorstrom steigt. Ein Indiz dafür, dass sich etwas Schrott verkeilt hat. Nun bekommt ein Techniker innerhalb von Sekunden eine entsprechende Warnung per Push-Nachricht. Die Ursache wird so behoben, bevor sie zu einem echten Ärgernis wird. Seit der Digitalisierung ist das Schrottband übrigens nicht mehr ausgefallen.

 

 

Große Daten, kompakt gespeichert, schnell ausgewertet

Eigens entwickelt, weltweit einsetzbar, auch für große Datenmengen geeignet:  unsere Produktions- und Prozessdatenbank (PPDB) und Smart Production Data Platform (SPDP). Hier sind beispielsweise allein in unserer Division Steel/Tube in Schloss Neuhaus 1,5 Billionen Datensätze gespeichert. So lassen sich viele Prozess- und Produktdaten nun einfach und schnell auswerten. Dadurch können wir technische Sachverhalte in Echtzeit nachvollziehen und ungeklärte Zusammenhänge erkennen. Das bedeutet eine bessere Instandhaltung, höhere  Ausbringungsmenge und noch mehr Qualität.

 

 

Qualitätsprüfung in Nullkommanichts

BENTELER Steel/Tube setzt ein innovatives 3D-Oberflächeninspektionssystem ein, das Oberflächenfehler an bis zu 150 Meter langen Rohren erkennt. Mit diesem System, das zeit- und kostenintensive Sichtprüfungen ersetzt, werden Qualitätsabweichungen frühzeitig erkannt. Dank der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit zwischen IT und Anlagenbau werden die täglich anfallenden fast zwei Terabyte an Daten effizient verarbeitet und verdichtet. Diese sind als Prüfergebnisse und Entscheidungshilfen für die Bedienmannschaften sowie zur späteren Datenanalyse verfügbar. 

 

Ein Baukastensystem für die Produktion

Unter der Leitung des Fraunhofer IEM arbeiten wir gemeinsam mit anderen Unternehmen am Forschungsprojekt „MoSyS“. Ziel ist es, eine modulare „menschenorientierte Gestaltung komplexer System of Systems“ zu schaffen. So sollen Arbeitsprozesse optimiert und Entwicklungsaufwände reduziert werden. Unser Anwendungsfall basiert auf der Entwicklung und Produktion einer Verbundlenkerachse. Langfristig werden wir mit diesen modularen Systemen eine weitaus größere Produktionsflexibilität und höhere Qualität erreichen. Denn dann können mehrere Produkte über eine modulare Anlage laufen. Dadurch sind wir in der Lage, noch schneller auf Kundenanfragen zu reagieren.

 

Sensordaten, intelligent genutzt

Von der Drahtgeschwindigkeit bis zum Schweißstrom: Dank moderner Automatisierung sind Sensordaten verfügbar, die sich entlang des gesamten Fertigungsprozesses erstrecken. Im Laufe eines Tages werden an einer typischen Produktionsanlage Millionen von Datenpunkten erfasst. Um diese auszuwerten, nutzen wir unsere Smart Production Data Platform (SPDP) - beispielsweise in unserem Werk in Burgos. Das System stellt die Daten nicht nur visuell auf Produktions-Dashboards dar, sondern sendet auch Warnhinweise und Benachrichtigungen an die Mitarbeiter. So können sie rechtzeitig entsprechende Maßnahmen ergreifen.

 

Maschinelles Lernen: Hier geht‘s heiß her!

Heiß, heiß, heiß! Genau das erwarten unsere Techniker entlang des Profils eines Produkts, wenn es aus einer unserer Warmumformpressen kommt. Denn zum Teil wird die Qualität durch die Wärmeverteilung während des Umformens bestimmt. Im Rahmen des ML4Pro2-Projekts gemeinsam mit dem Technologienetzwerk it's OWL nutzen wir thermografische Daten, um die Güte des Endprodukts direkt beim Verlassen der Presse vorherzusagen. Dank dieser vorausschauenden Qualitätskontrolle liefern wir unseren Kunden hervorragende Produkte. Zuverlässig

 

HOLE-IN-ONE

Eckige Nägel passen nicht in runde Löcher. Manchmal passen sie nicht einmal in quadratische Löcher! Unsere Stanzteile erfordern Ausschnitte mit sehr komplexen Geometrien aus unterschiedlichsten Materialien. Dabei sind die dafür benötigten Toleranzen extrem gering. Bei BENTELER Automotive in Burgos sorgen wir mit einer automatisierten Lasertechnologie für Ergebnisse von höchster Qualität.

Ein präzise gesteuerter Laserstrahl und Hochdruckgas treffen auf die Schneiddüse genau in der richtigen Höhe, auf der das Material gleichzeitig aufgeschmolzen und ausgestoßen wird. Das Ergebnis? Sozusagen ein Hole-in-One – jedes Mal.

Die Zukunft im Blick

Innovatives LIcht

In unserem Automobilwerk in Vitoria setzen wir die optische „White Light“-Technologie für die Qualitätskontrolle ein. Dazu werden Bauteile von mehreren Seiten gescannt, die Bilder in 3-D zusammengesetzt und mit Referenzdaten verglichen. Damit erhalten wir für jedes Teil exakte Maßinformationen in weniger als 30 Sekunden. Das macht diese Technologie schneller und flexibler als herkömmliche Methoden.

 

Färben nach Zahlen

Als Teil unserer Industrie 4.0-Initiative in unserem Werk in Klasterec in der Tschechischen Republik hilft die optische 3D-Messtechnik bei der Überprüfung der Produktgenauigkeit. Ein an einem Roboter montierter Sensor scannt die Pressteile schnell, nachdem sie von der Presse kommen. Die hochpräzisen Daten werden farblich dargestellt, sodass schnell ersichtlich ist, ob und wo Komponenten außerhalb der Toleranz liegen

 

Auf den Punkt genau

In Burgos sorgen optische Systeme für eine präzise Positionierung der Bauteile. Diese scannen die Konturen von Teilen auf einem Robotergreifarm, berechnen deren Position, ermitteln mögliche Abweichungen und passen die Positionierung entsprechend an. Damit geht das Punktschweißen um 40 % schneller.

 

Industrie 4.0 in Zahlen

Bei BENTELER Steel/Tube in Rothrist, Schweiz, summieren sie sich zu einem neuen Produktionssystem (Manufacturing Execution System, kurz MES). Dieses stellt Produktionsinformationen bereit. Natürlich papierlos, jederzeit und in Echtzeit. So haben wir einen besseren Überblick über die Bestände und erreichen dank des digitalen Systems auch einen schnelleren Durchlauf. Für unsere Kunden bedeutet das wiederum, dass sie ihre Produkte immer zur richtigen Zeit erhalten. In höchster Qualität.

Jede Naht, von Daten gesäumt

Schnell, zuverlässig, automatisiert: Optische Scanverfahren zur Qualitätskontrolle bieten viele Vorteile. Und eine Menge Daten. Bis zu 1 GB etwa bei der Analyse einer einzigen Schweißnaht.

Das multipliziert sich schnell zu einem gewaltigen Datendschungel. Damit wir trotzdem klar sehen, setzen wir mit unserer Smart Production Data Platform fortschrittliche Tools zur Datenvisualisierung ein.

Die grafische Darstellung der Daten erlaubt eine rasche und aussagekräftigere Analyse. So können wir die Daten auch ideal für die stete Prozessoptimierung nutzen

Smart, grazil, synchron

Welch ein Anblick: Unsere Roboter vollführen mit anmutiger Leichtigkeit Pirouetten und Tanzschritte. Wir haben aber nicht nur ein Auge für das Schöne, sondern auch die Leidenschaft für die beste Lösung.

 

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